
Das war ganz und gar ein perfekter Abend im Sinne von Lene Voigt.
15 Teilnehmer hatten sich für die 15. Ganne beworben und bald wäre dies auch aufgegangen, wenn nicht die verflixte Nr. 13 krankheitsbedingt wieder abgesagt hätte. Diesesmal waren sehr viele schwere Texte dabei und viele nachdenkliche aber es war immer amüsant und kurzweilig.
Glücklich war am Ende Jürgen Butze, den die Jury zum Sieger erklärte: Er hat mit “Abbelmus” und dem “Monolog des kleinen Peter” beeindruckt, wobei er für jeden Vortrag die Kopfbedeckung wechselt. “Es braucht immer die passende Mütze”, sagt er.
Publikumsliebling des Abends wurde Judith Bürkle mit dem “Hibbodrom-Schdudchen” und dem “Letzten Happen” und die Ehrengaffeeganne erhielt Klaus Hörhold, der sich für die publizistische Aufarbeitung sächsischer Geschichte und Kultur verdient gemacht hat und schon zu DDR-Zeiten mit Wolfgang U. Schütte für die Herausgabe des großen Lene- Voigt- Buches gekämpft hat.
Nicht nur ein Teilnehmerrekord war angesagt, nein, auch Lene- Voigt wird immer präsenter in den Medien.
Die LVZ hat berichtet, das Leipzig- Fernsehen interviewte den Siegerdas is ed ding
und Ralf Julke hat wieder mal einen sehr schönen Artikel in der Internetzeitung Lizzy veröffentlicht. Radio blau übertrug auchradioRadio<
Kurz vor der Siegehrung haben noch 6 Mitglieder der Lene-Voigt-Gesellschaft Edwin Bormann anlässlich seines 100. Todestages geehrt. Borman hat schon lange vor Lene Voigt sich der sächsischen Mundart verschrieben, aber trotzdem und vor allem für Lene-Voigt-Kenner eine neues Terrain und schwierige Texte. Diese wurden aber locker und leicht dargeboten und ich denke es hat auch sehr vielen Zuschauern gefallen.

Verschmitzt und pointentreu mimte sie die Verführerin des Fischers.
Soviel Teilnehmer gab es noch nie beim Wettbewerb um das Gaggaudebbchen und so konnte man sich schon im Vorfeld vorstellen: Es kann nicht einfach werden für die Jury, denn nur eine oder einer kann das begehrte Unikat gefüllt mit Kakao bekommen.

Aber die Kriterien der Jury sind hoch gesteckt und so war das Ergebnis dann doch eindeutig. Die Betonung an der richtigen Stelle und etwas frivol, so hat sich das Lene Voigt bestimmt gedacht. Sarah nahm bereits zum 5. Mal teil, und sie hat sehr viel dazu gelernt.
Aber auch andere Kinder konnten die Jury begeistern, so z.B. die jüngste Teilnehmerin und zum ersten mal dabei, Charlotte Meißner, trug mit viel Freude und schon sehr charmant den Schneemann vor. Ebenso der Vorjahressieger Karheinz Kühn mit der Ballade von David und Goljath oder auch die erfahrene Luisa Rößner.
Trotzdem verwundert es die Zuschauer immer wieder: sächsisch kann man kaum erkennen, aber alle Kinder gaben sich sehr viel Mühe. Das beste sächsisch kam vom Moderator Uwe Rohland, der auch wieder für alle Beteiligten unterhaltsam durchs Programm führte und es sehr schwer mit den Namen der Teilnehmer/innen hatte. Ralf Julke berichtet sehr ausführlich in der Leipziger Internetzeitung
siehe auch Lizzy

Charlotte Meißner beschreibt den Schneemann

Karlheinz Kühn mit Goljath



Am 25. Oktober 2011 knisterte im Veranstaltungssaal der LVB an der Angerbrücke die Spannung: zum 14. Mal fand der traditionelle Vortragswettbewerb um die „Gaffeeganne“ der Lene-Voigt-Gesellschaft statt. 9 mutige Lene-Voigt-Fans – alle Amateure – stellten sich der fachkundigen Jury unter bewährten Vorsitz von Lene-Voigt – Forscher Wolfgang U. Schütte. Es gab einige, die ihren ersten Auftritt hatten neben anderen, die schon oft dabei waren. Talent und Herzklopfen hatten sie alle – aber die begehrte Trophäe konnte nur eine heeme schläbben: Katja Rauchhaupt, die mit ihrem originellem Vortrag als blondbezopfte Lorelei
zu gefallen wusste, konnte sich schließlich über ihre „Gaffeeganne“ freuen. Dass ein großer Teil des Publikums sie per Stimmzettel zur Favoritin wählte, bestätigte die Entscheidung der Jury. Überraschung und große Freude brachte der lustige Abend auch Lehrerin Karin Nadler von der Arthur-Becker-Mittelschule Delitzsch. Sie erhielt die Ehrengaffeeganne für ihr großes Engagement, mit dem sie seit Jahren ihre Schüler für Lene Voigt und die Teilnahme an unserem „Gaggaudebbchen“- Wettbewerb begeistert. 
Fazit: Ein unterhaltsamer Abend mit vielen gut ausgewählten Lene-Voigt-Texten und hervorragenden Rezitatoren, denen wir herzlich für Ihre Teilnahme danken.
Ein großes Dankeschön gilt auch unserem witzigen schlagfertigen Moderator Uwe Roland, unserem lang-bewährten Musiker Stephan Langer und dem Kabarettisten Jürgen Fliegel, der als Biedschn mit seinem kleinen Koch-Programm für Spaß sorgte.
Sehr gefreut haben wir uns über die Anwesenheit und Berichte von Fotograf Armin Kühne (s. LVZ vom 27 10.), von Radio-blau-Reporter Reinhard Rädler (Sendung Radio blau am 13.11.12.00 Uhr) und von Ralf Julke, der einen umfangreichen Artikel in
Lizzy-online veröffentlichte.






Der am Mittwoch, 18. Mai, in den Räumen des Kabaretts Sanftwut ausgetragene Wettbewerb um das Gagaudebbchen war nicht nur der mit dem größten Bewerberfeld (16 Kinder), sondern auch der mit dem höchsten Niveau seit Bestehen des Wettbewerbs. Uwe Rohland moderierte wieder souverän und war froh darüber, dass er nicht in der Jury war. Denn es war auch die schwierigste Entscheidung für die Jury seit langem. Die Schüler beherrschten nicht nur ihre Texte , sondern waren mit Spielfreude und Kostümspaß dabei.
Sieger wurde nach langer Diskussion Karlheinz Kühn, der im Smoking mit dem Liebesgedicht „An Minnan“ überzeugte. Er war als einziger bei allen 5 Jurymitgliedern unter den ersten 3 Platzierten und bekam deshalb das begehrte Gaggaudebbchen.
Trotzdem oder gerade deshalb freuen wir uns schon aufs nächste Jahr. 

Am 1. Mai, dem Vorabend des 120. Geburtstages der Dichterin, hatte die Lene-Voigt-Gesellschaft ins Kabarett-Sanftwut zu einer Gala-Veranstaltung mit Tom Pauls geladen. Der beliebte Kabarettist gestaltete den Auftritt zu einer beeindruckenden Hommage an die von ihm verehrte Lene Voigt. Ein bunter Geburtstagsstrauß bekannter und ganz neu entdeckter, bisher unveröffentlichter Arbeiten, heiterer und nachdenklicher Texte begeisterte das zahlreich erschienene Publikum. Dabei die Band Rainer Vothel. Im Theater-Kneipchen stimmten Bücher, Bilder und Dokumente aus dem Leben Lene Voigts auf den Abend ein. Der Lene-Voigt-Entdecker und Literaturforscher Wolfgang U. Schütte würdigte in seiner Laudatio das Lebenswerk dieser großartigen Frau.
Natürlich konnte man Lene auch mit nach Hause nehmen: Verleger Peter Hinke, Connewitzer Verlagsbuchhandlung, war mit einem gut bestückten Büchertisch dabei.(Bildarchiv Steffen Ettrich)
Wer mehr erfahren möchte, schaut mal bei Sanftwut nach: Kabarett-Ensemble SanftWut
2. Mai:
120. Geburtstag von Lene Voigt
Zahlreiche Mitglieder und Freunde der Lene-Voigt-Gesellschaft schmückten das Grab der Jubilarin auf dem Südfriedhof mit Blumen, es wurden Gedichte rezitiert und gesungen. Anschließend fanden sich alle zu einer kleinen Geburtstagsfeier mit Gaffee und Guchen im Ratskeller ein. Im Kaffeekabinett Lene Voigt gab es angeregte Diskussionen zum Thema „De Juuchend und Lene Voigt“. Eingeladen dazu war die Schülerin Lisa Schulz vom Evangelischen Schulzentrum Leipzig, die ihre ausgezeichnete Projektarbeit „Lene Voigt – Mundartdichterin von nebenan“ präsentierte und interessante Ergebnisse ihrer Untersuchungen kundgab. Ebenso beeindruckte unser Gast Frau Nadler, Lehrerin an der Arthur-Becker-Mittelschule Delitzsch, die über ihre sehr erfolgreichen Bemühungen, Lene Voigt, in den Unterricht einzubinden, berichtete. Sie begeistert ihre Schüler für die Voigt´schen Balladen und bereitete sie für die Teilnahme am Wettbewerb um das „Gaggaudebbchen“ vor.
Unsere Mitglieder staunten über diese tollen Aktivitäten, und wir haben die gute Hoffnung, dass Lene Voigts Werk dank solchen Engagements nicht in Vergessenheit gerät.
