Lene-Voigt-Gesellschaft e.V.

Informationen zu Leben und Werk der Autorin und zur Arbeit der Gesellschaft


Alles Gute liebe Lene zum 130. Geburtstag!

„Beim Dialekt fängt die gesprochene Sprache erst an.“
Christian Morgenstern 1907

Was wär die Welt ohne Lene Voigt und ihre Dichtung?
Naja vielleicht nicht die ganze Welt – aber unsere sächsische Welt.
Was wäre sie ohne ihre Dichtkunst, ohne ihren Humor, ohne ihre Hoffnung, ohne ihr Augenzwinkern, ohne ihre Beobachtungsgabe…..

Ja sie wär schon anders, ganz schön anders.

Und so freuen wir uns gerade heute an ihrem Geburtstag über das, was sie uns an Großem hinterlassen hat und werden weiter daran arbeiten,
ihr Erbe in Ehren zu halten, zu pflegen, zu erforschen und weiter zu verbreiten.

Ja auch heute, und ganz besonders in solch schwierigen Zeiten, überraschen uns ihre Texte, geben uns Mut und zaubern uns manchmal ein Lächeln ins Gesicht. Besinnen wir uns mal kurz (oder auch länger) auf die einfachen Dinge und blättern durch Lene Voigts Dichtung. Schnell werden wir fündig, ob sächsisch oder hochdeutsch,es gibt immer wieder „enne gleene Hoffnung“.

Zwei Gedichte gibt’s zum 130. Geburtstag liebe Lene, wir denken an dich und tragen deine Dichtung im Herzen und auf der Zunge.

Mit sägs’schen Grüßen
Klaus Petermann
Lene-Voigt-Gesellschaft

Geborn an dr Bleiße

Geborn an dr Bleiße,
gibbt fröhliches Blut.
Wie’s Lähm uns ooch ausfällt,
so finden mirsch gut.

Mit Jammern un Glaachen
gommt geener vom Fleck.
Was andre oft schwer nähm,
das nenn‘ mir ä Dreck.

‘s hat jeder Daach Freiden,
mer musse bloß sähn,
dann wärd uns ooch däächlich
was Hibsches geschähn.

Denn Frohsinn is nitzlich
fier Härz un fier Niern.
Mal ordentlich lachen
gann Granke guriern.
(leicht gekürzt)

Nicht plaudern!

Ward Dir ein holdes Glück beschert,
schließ es in Herzens Kämmerlein,
halt ängstlich Wache vor der Tür
und laß den besten Freund nicht ein.

Glaub’ mir, hast Du erst anvertraut
den Menschen, was Dich süß bewegt —
es nimmt die Weihe Deinem Glück,
das Wunder im Geheimnis trägt.


Datum: Dienstag, 27. April 2021
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Vereinsarbeit

Lieber Mitglieder und liebe Freunde,
„Was macht eigentlich die Lene-Voigt-Gesellschaft? Wie geht’s unserem Verein? Was wird die Zukunft für uns bringen?“
So und so ähnlich werde und wurde ich gefragt.
Gern möchte ich in diesen Zeilen eine kleine Antwort geben, auch wenn vieles noch recht unklar ist.
Na klar gibt es unseren Verein noch und viele warten auf einen Neustart. Und den wird es mit Sicherheit geben. Nur eben der Zeitpunkt ist noch nicht klar. Eines kann ich aber versichern, sobald es die aktuelle Situation zulässt, wird geplant und getüftelt, was wir wann, wo und wie machen werden. Natürlich werden dann auch alle Mitglieder entsprechend informiert.
Bis dahin müssen wir uns in Geduld üben, den einen oder anderen Text von unsere Lene lesen oder auch vortragen, damit wir nicht aus der Übung kommen.
Am 21. Februar ist der Internationale Gedenktag der Muttersprache, übrigens ein UNESCO Gedenktag. Leipzig Fernsehen hat einen wunderschönen Beitrag dazu produziert.ei verbibch
Ich wünsche allen eine gute Gesundheit und freue mich auf ein baldiges Wiedersehen.

Mit besten und sächsischen Grüßen
Klaus Petermann


Datum: Montag, 22. Februar 2021
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Abschied von Wolfgang U. Schütte

Am 3. Juni 2020 nahmen wir auf dem Leipziger Südfriedhof Abschied von Wolfgang U. Schütte. In einer kleinen Trauerfeier würdigte unser Vorsitzender Klaus Petermann noch einmal seine große Verdienste als Literaturforscher, Publizist und Initiator der Lene-Voigt-Gesellschaft e.V. Gedichte von Lene Voigt wie „An einen Bücherschrank“ und „Das Lied vom letzten Stündchen“, vorgetragen von Prof. Karl-Heinz Röhr und Annekatrin Michler, berührten die Trauergäste.

Die anschließende Urnenbeisetzung erfolgte in der II. Abteilung des Südfriedhofes. Genau gegenüber der Grabstelle von Lene Voigt! Unser großer Dank gilt den amtlichen Vertretern der Stadt Leipzig, die unserem Wunsch entsprochen haben, dass Wolfgang U. Schütte seine letzte Ruhestätte dort in Gesellschaft vieler anderer Leipziger Kulturschaffender gefunden hat. Vielen Dank auch an Peter Hinke von der Connewitzer Verlagsbuchhandlung für sein großes Engagement in dieser Angelegenheit. Im Herbst werden wir Wolfgang U. Schütte in einer Veranstaltung ehren und daran erinnern, dass er vor genau 25 Jahren die Lene-Voigt-Gesellschaft gegründet hat.


Mit dem gemeinsamen Zitieren des Klassikers, „Was Sachsen sin von echtem Schlach, die sin nich dod zu griechn“, am Grab, wurde allen Anwesenden (u.a. auch Moni und Manni vom Kabaretttheater Sanftwut) bewusst, wie verbunden alle durch das Wirken von Lene und Wolfgang sind.


Datum: Samstag, 6. Juni 2020
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Wir trauern um Wolfgang U. Schütte

Am 22. April 2020 ist der Initiator unserer Gesellschaft und Wiederentdecker von Lene Voigt nach langer Krankheit im Alter von 79 Jahren gestorben.
Ohne Wolfgang U. Schütte hätte Lene Voigt niemals den Stellenwert, den sie derzeit innehat. Bereits zu DDR-Zeiten kämpfte er darum, dass Lene Voigt wieder in den Fokus der Sachsen gelangt. 1983 brachte er die erste Lene Voigt Veröffentlichung heraus. Seit seiner Studienzeit in Leipzig forschte er unermüdlich, oft gemeinsam mit seiner Frau Monica, am Leben und Werk von Lene Voigt und es folgten noch viele Ausgaben. Nicht nur sächsische Kabarettisten profitieren von seinen Forschungsergebnissen. 1995 gründete er dann unsere Gesellschaft. Seitdem bemühte er sich vor allem darum, dass Lene Voigt nicht nur als Mundartdichterin sondern auch als hochdeutsche Schriftstellerin anerkannt wird. Ihm verdanken wir auch unsere beliebten Veranstaltungen und Wettbewerbe wie z.B. das Gaggaudebbchen und die Gaffeeganne.
Er wäre in diesem Jahr 80 Jahre alt geworden und wir werden im Herbst eine Gedenkfeier veranstalten.
Die Trauerfeier findet am 3. Juni 14:30 Uhr auf dem Südfriedhof statt.

Hier sehen wir ihn bei der Baumpflanzung im Lene-Voigt-Park und bei der Verleihung der Ehrengaffeeganne.

Nachzulesen auch ein Beitrag von Ralf Julke in der
Leipziger Internetzeitung


Datum: Donnerstag, 30. April 2020
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Gaggaudebbchen 2020

fällt leider aus


Datum: Sonntag, 22. März 2020
Kategorien: Allgemeines
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