





Der am Mittwoch, 18. Mai, in den Räumen des Kabaretts Sanftwut ausgetragene Wettbewerb um das Gagaudebbchen war nicht nur der mit dem größten Bewerberfeld (16 Kinder), sondern auch der mit dem höchsten Niveau seit Bestehen des Wettbewerbs. Uwe Rohland moderierte wieder souverän und war froh darüber, dass er nicht in der Jury war. Denn es war auch die schwierigste Entscheidung für die Jury seit langem. Die Schüler beherrschten nicht nur ihre Texte , sondern waren mit Spielfreude und Kostümspaß dabei.
Sieger wurde nach langer Diskussion Karlheinz Kühn, der im Smoking mit dem Liebesgedicht „An Minnan“ überzeugte. Er war als einziger bei allen 5 Jurymitgliedern unter den ersten 3 Platzierten und bekam deshalb das begehrte Gaggaudebbchen.
Trotzdem oder gerade deshalb freuen wir uns schon aufs nächste Jahr. 

Am 1. Mai, dem Vorabend des 120. Geburtstages der Dichterin, hatte die Lene-Voigt-Gesellschaft ins Kabarett-Sanftwut zu einer Gala-Veranstaltung mit Tom Pauls geladen. Der beliebte Kabarettist gestaltete den Auftritt zu einer beeindruckenden Hommage an die von ihm verehrte Lene Voigt. Ein bunter Geburtstagsstrauß bekannter und ganz neu entdeckter, bisher unveröffentlichter Arbeiten, heiterer und nachdenklicher Texte begeisterte das zahlreich erschienene Publikum. Dabei die Band Rainer Vothel. Im Theater-Kneipchen stimmten Bücher, Bilder und Dokumente aus dem Leben Lene Voigts auf den Abend ein. Der Lene-Voigt-Entdecker und Literaturforscher Wolfgang U. Schütte würdigte in seiner Laudatio das Lebenswerk dieser großartigen Frau.
Natürlich konnte man Lene auch mit nach Hause nehmen: Verleger Peter Hinke, Connewitzer Verlagsbuchhandlung, war mit einem gut bestückten Büchertisch dabei.(Bildarchiv Steffen Ettrich)
Wer mehr erfahren möchte, schaut mal bei Sanftwut nach: Kabarett-Ensemble SanftWut
2. Mai:
120. Geburtstag von Lene Voigt
Zahlreiche Mitglieder und Freunde der Lene-Voigt-Gesellschaft schmückten das Grab der Jubilarin auf dem Südfriedhof mit Blumen, es wurden Gedichte rezitiert und gesungen. Anschließend fanden sich alle zu einer kleinen Geburtstagsfeier mit Gaffee und Guchen im Ratskeller ein. Im Kaffeekabinett Lene Voigt gab es angeregte Diskussionen zum Thema „De Juuchend und Lene Voigt“. Eingeladen dazu war die Schülerin Lisa Schulz vom Evangelischen Schulzentrum Leipzig, die ihre ausgezeichnete Projektarbeit „Lene Voigt – Mundartdichterin von nebenan“ präsentierte und interessante Ergebnisse ihrer Untersuchungen kundgab. Ebenso beeindruckte unser Gast Frau Nadler, Lehrerin an der Arthur-Becker-Mittelschule Delitzsch, die über ihre sehr erfolgreichen Bemühungen, Lene Voigt, in den Unterricht einzubinden, berichtete. Sie begeistert ihre Schüler für die Voigt´schen Balladen und bereitete sie für die Teilnahme am Wettbewerb um das „Gaggaudebbchen“ vor.
Unsere Mitglieder staunten über diese tollen Aktivitäten, und wir haben die gute Hoffnung, dass Lene Voigts Werk dank solchen Engagements nicht in Vergessenheit gerät.
