Wir trauern
um den Vorsitzenden der Lene-Voigt-Gesellschaft e.V.
Seit Gründung der Gesellschaft im Jahre 1995
übte er diese Funktion mit großem Engagement aus.
Mit ihm nehmen wir Abschied von einem der letzten
Zeitzeugen und Angehörigen Lene Voigts.
Seinen persönlichen Erinnerungen an „Tante Lene“
verdankt die Lene-Voigt-Forschung bedeutende Erkenntnisse.
Wir werden ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren.
Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.
Lene-Voigt-Gesellschaft e.V.
Leipzig, Juli 2010

Wolfgang Voigt mit Tom Pauls und W.U. Schütte
zur 10-Jahr-Feier der Lene-Voigt-Schule
Am 19. Mai 2010 ging es wieder spannend und fröhlich auf der Bühne des Kabaretts Sanftwut zu. 11 aufgeregte Nachwuchstalente trugen beim 10. Schülerwettbewerb um das „Gaggaudebbchen“ Texte von Lene Voigt vor. Die meisten Teilnehmer kamen wieder von der Lene-Voigt-Schule und dem Gustav-Hertz-Gymnasium, aber auch Enkel unserer Mitglieder machten mit. Manche waren schon öfters erfolgreich dabei, viele standen erstmalig auf der Bühne. Dazu gehört Mut, der befördert wurde durch kräftiges „Toi,toi,toi“ zu dem Moderator Wolfgang U. Schütte das Publikum bei jedem Vortrag aufrief. Das Niveau der Beiträge war beachtlich: hervorragende Interpretationen, originelle Kostüme und eine spürbare Freude der Kinder am Rezitieren der Gedichte und Balladen in sächsischer Mundart brachten viel Beifall beim zahlreich erschienenen Publikum. In der Pause konnten alle Gäste aktiv werden und mit Bärbel Steinert und ihrem Zerrwanst Lene-Voigt-Lieder anstimmen. Ein erfolgreicher Versuch, die spannungsgeladene Atmosphäre etwas zu beruhigen. Währenddessen waltete die fachkundige Jury ihres schweren Amtes. Aber nur einer kann das begehrte Gaggaudebbchen heeme schläbben!
Nils Döhler, Schüler der 5. Klasse der Lene-Voigt-Schule und erstmalig beim Wettbewerb dabei, wurde Sieger des 10. Gaggaudebbchens. Er hatte mit rotem Bart und Krone trefflich die Ballade „Dr alde Barbarossa“ vorgetragen und machte vor Freude und Überraschung einen Riesenluftsprung als er seinen Namen hörte. Eine heitere Stimmung bei allen, Präsente für jeden Teilnehmer und das Versprechen auf ein Wiedersehen zum nächsten „Gaggaudebbchen“ beschlossen diesen fröhlichen Nachmittag. Unser Dank gilt allen, die uns unterstützt haben: den Lehrerinnen Frau Dobroschke (Lene-Voigt-Schule) und Frau Brückner (Gustav-Hertz-Gymnasium), der Kaffee-Firma J.J. Dorboven, die traditionell leckere Kakaotütchen spendete und unserem Gastgeber, dem Kabarett Sanftwut.
Kabarett SANFTWUT, Leipzig, Mädlerpassage
Dienstag, 26. Oktober 2010, 19:00 Uhr
Einlass ab 18:00 Uhr
Teilnahme-Bedingungen
Der Wettbewerb findet jährlich statt. Alleiniger Veranstalter und Inhaber der Rechte ist die Lene-Voigt-Gesellschaft e.V. Vorzutragen sind ausschließlich bereits veröffentlichte Texte von Lene Voigt.
Jeder Teilnehmer ist verpflichtet, einen mundartlichen und einen hochdeutschen Text der Dichterin vorzutragen – ein Honorar wird nicht gezahlt. Der Wettbewerb ist nur für Amateure ausgeschrieben. Die Dauer des Vortrags wird je Text auf 3 Minuten begrenzt, die Gesamtdauer der beiden Beiträge zusammen darf nicht länger als 6 Minuten umfassen. Längere Arbeiten können auszugsweise vorgetragen werden. Gesang oder musikalische Begleitung durch den Vortragenden selbst sind möglich. Bei Gedichten ist freier Vortrag erwünscht, Prosatexte können abgelesen werden. Teilnahmeberechtigt sind Einzelpersonen ab 16 Jahren.
Anmeldung
Die Titel der beiden Texte sind spätestens bis 5. Oktober 2010 mit folgenden Angaben an die Lene-Voigt-Gesellschaft (per Briefpost oder E-Mail) einzusenden: Vorname, Name/Straße, Postleitzahl/Ort, Telefon, Fax oder E-Mail. Telefonische Anmeldungen werden aus organisatorischen Gründen nicht angenommen. Bei Bedarf findet ein Vorausscheid statt. Spätere Anmeldungen können erst für den Wettbewerb des Folgejahres berücksichtigt werden. Wird ein Text mehrfach gemeldet, werden Alternativen vorgeschlagen.
Preise
Die Gewinnerin bzw. der Gewinner der Gaffeeganne der Lene-Voigt-Gesellschaft 2010wird von einer Jury, bestehend aus Vorstandsmitgliedern und Mitgliedern der Lene-Voigt-Gesellschaft sowie aus Vertretern des übrigen Publikums, in geheimer, nicht öffentlicher Sitzung ermittelt. Der Publikumspreis 2010, ein Keramikteller, geht an denjenigen, der nach Meinung der Mehrheit aller Anwesenden den besten Vortrag hatte. Ermittlung erfolgt durch Stimmenauszählung in geheimer Wahl. Höhepunkt des Abends ist die Überreichung der Ehren-Gaffeeganne der Lene-Voigt-Gesellschaft 2010. Der Name dieses Preisträgers wird prinzipiell erst am Ende der Veranstaltung bekannt gegeben.
Der Veranstalter behält sich vor, allen Teilnehmern adäquate Sachpreise zu überreichen. Ein Anspruch darauf besteht nicht.
Zu den beiden »Gaffeegannen« und dem Publikumspreis gehört eine Auswahl von Kaffeesorten aus dem Sortiment der Firma J.J. Darboven.
Kartenverkauf
Kabarett SANFTWUT: Di–Fr ab 12:00 Uhr oder Bestellung: Tel. 0341-961 23 46
Wegen der zu erwartenden großen Nachfrage wird rechtzeitige Kartenbestellung empfohlen. Eine Platzreservierung ist nicht möglich.
Es besteht die Möglichkeit, ab 18:00 Uhr im Kabarett-Kneipchen individuell Speisen und Getränke einzunehmen.
Anmeldungen bitte an:
Lene-Voigt-Gesellschaft e.V.
Coppistr. 53
04157 Leipzig
Email: lenevoigt@aol.com
Fax: 0341/911 92 13
Weitere Informationen finden Sie unter Veranstaltungen.
Lene Voigt
Mal hier, mal dort
Lene Voigt Werke Band 5
Hrsg. von Gabriele Trillhaase, Monica und Wolfgang U. Schütte
Ein facettenreiches Bild vom Schaffen der berühmten Autorin aus Sachsen wird hier aufgeblättert: Lene Voigt schlüpft in die Rolle des Laufmädels einer Puppenklinik, in die eines Briefe verfassenden »Pennbruders« oder in die bekannten schwatzhaften Hausfrauen Biedschn und Ziedschn. Sie ergreift Partei für das Proletariat und den Atheismus in der »Roten Fahne«, schreibt ungewohnt patriotisch für die »Reichsbannerzeitung« und daneben flotte Buchrezensionen und tagesaktuelle Gedichte für die Zeitschrift »Der Drache«. Nicht nur in Leipzig, auch in Flensburg, München und Berlin und manch anderen Städten war Lene Voigt zeitweise zu Hause, so daß sich ihre markanten Texte in Anthologien, Zeitungen und Zeitschriften über das ganze Land verstreut finden lassen und hier in Buchform das erste Mal versammelt vorliegen.
420 Seiten, zahlreiche Abbildungen, schön gebunden, mit Schutzumschlag, 22,95 €
ISBN 978-3928833-56-1
http://www.cvb.de/pic_titel
Erfolgreiche Buchpremiere des
5. Bandes der Lene Voigt Werke
Mal hier mal dort
3. Februar 2010 Medien-Campus der Villa Ida:
Verleger Peter Hinke von der Connewitzer Verlagsbuchhandlung und das Herausgeber-Team Monica und Wolfgang U. Schütte und Gabriele Trillhaase stellten einem zahlreich erschienenem Publikum den neuesten Band der Lene Voigt Werke vor. Zu Beginn dankte Peter Hinke
Herrn Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Sparkassenstiftungen, für die großzügige finanzielle Unterstützung durch die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land, ohne die das Projekt der Gesamtausgabe kaum zu realisieren wäre. Der 5. Band, der alle verstreuten Arbeiten von Lene Voigt von 1906 bis1940 vereint, ist Ergebnis jahrzehntelanger Forschungsarbeit. Er ist der vielseitigste und umfangreichste der Werkausgabe geworden. Auch Mitglieder der Lene-Voigt-Gesellschaft werden überrascht sein von der Vielzahl der ihnen noch unbekannten Texte. Gerade im vergangenen Jahr konnten wir noch zahlreiche verborgene Schätze in alten Zeitungen entdecken und in das Buch aufnehmen. Sie werden staunen auch über die andere, hochdeutsche Seite unserer Lene. Einige Arbeiten zweifellos autobiographischen Hintergrunds regen zu interessanten Gedanken über das Leben und Erleben der Lene Voigt an. Natürlich werden Sie auch viele bekannte und beliebte sächsische Texte wiederfinden.
Die Herausgeber konnten spannende Details zur Entstehungsgeschichte des Buches verraten.
Anschließend unterhielten die „Fiff´chen Gaffeesachsen“ mit einem bunten Strauß heiterer und nachdenklicher Gedichte, Lieder und Szenen aus „Mal hier, mal dort“. Wir danken Edelgard und Martin Langer dafür, daß sie zu diesem besonderen Anlaß Lene Voigt auch mit der Rezitation hochdeutscher Gedichte aus diesem außergewöhnlichen Band wunderbar präsentierten.